GARLAND
nach einem Film von Salvatore Brandt
von Svenja Viola Bungarten
von Svenja Viola Bungarten
mit
Sarah Siri Lee König
Michaela Allendorf
Anna Eger
Ingo Biermann
Jonas Pätzold
Ulrich Hoppe
Alicia Bischoff / Valentin Kleinschmidt
Regie Simone Geyer
Bühne & Kostüme Nehle Balkhausen
Musik Enik
Dramaturgie Meike Sasse
Amerika liegt heute in Mittelsachsen. Genauer gesagt: bei Penig. Die Landschaft ist ausgedörrt, die Erde verbrannt, die Zukunft wirkt wie eine ferne Erinnerung. In dieser flirrenden Hitze kämpft Dorothee Sturm unbeirrbar für die Rettung der Welt. Nur hat sie ein Problem: Das Unglück scheint ihr auf Schritt und Tritt zu folgen. Als die Farm von Em und Henri in Flammen aufgeht, gerät ausgerechnet sie unter Verdacht. Während Polizist Gus Brandt mit leerem Tank im Nirgendwo festsitzt, sucht ihn sein Bruder Salvatore, Filmemacher, Fernfahrer und unermüdlicher Träumer. Gleichzeitig versucht die völlig überarbeitete Radiomoderatorin Lorna Luft in ihrer Sendung „Hot Times“ den Überblick zu behalten. Und irgendwo zwischen Tankstelle, Straße und Fata Morgana taucht plötzlich Judy Garland auf und singt von Sehnsucht, Verlust und Hoffnung.
Mit „Garland“ verbindet Svenja Viola Bungarten Endzeitgeschichte, Roadmovie und eine liebevoll verdrehte Hommage an „Der Zauberer von Oz“. Entstanden ist ein ebenso kluger wie verspielter Theaterabend, der die großen Fragen unserer Gegenwart mit Humor, Musik und skurrilen Figuren erzählt. Zwischen absurden Begegnungen, leisen Momenten und überraschenden Wendungen entsteht eine Geschichte über Menschen, die sich ihre Menschlichkeit auch dann bewahren, wenn die Welt um sie herum aus den Fugen gerät. Ein Abend, der berührt, zum Lachen bringt und lange nachklingen kann.
KRITIKEN:
„Das Ensemble spielt die skurrilen Figuren mit großer Lust und sicherem komödiantischem Timing. Die Pointen entstehen nicht dadurch, dass das Stück seine Themen kleinredet – im Gegenteil. Die Komödie erlaubt uns hinzuschauen, wo eine reine Katastrophengeschichte irgendwann vielleicht nur noch Abwehr erzeugen würde. (...) Michaela Allendorf verkörpert eine besonders eindrückliche Figur des Abends und überzeugt dabei auch gesanglich. Zunächst steht sie im Sternenkostüm auf der Bühne, trägt den Namen eines Hollywoodstars – Judy Garland – und leuchtet selbst wie einer."
Steffi Göttlich, Akzent
"Skurrile Figuren hat die Autorin ersonnen, denen Simone Geyer (Regie) und Nehle Balkhausen (Bühne und Kostüm) Raum und Zeit geben. Feiner Humor, der aus dem Unglück aufblitzt, Slapstick-Elemente – niemals albern oder bloßstellend. Wir lachen nicht über, sondern mit den Menschen dort oben auf der Bühne. (...) Sarah Siri Lee König ist als Dorothee selbst eine Naturgewalt. Michaela Allendorf weiß als Judy Garland einmal mehr durch ihr Spiel wie auch stimmlich in den Songs zu punkten. (...) Ein Stück, das trotz oder gerade wegen seines Humors den Klimanotstand einmal mehr in den Blick rückt. Vor allem aber eine großartige Ensembleleistung zum Spielzeitstart."
daniB, seemoz
© Ilja Mess
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