AMSTERDAM
von Maya Arad Yasur
aus dem Hebräischen von Matthias Naumann
aus dem Hebräischen von Matthias Naumann
mit
Sarah Maria Grünig
Jannis Roth
Mehdi Salim
Katja Sieder
Regie & Video Simone Geyer
Bühne & Kostüme Mona Marie Hartmann
Musik Moritz Krämer
Licht Moritz Fettinger
Dramaturgie Max Sauer
Als eine in Amsterdam lebende, israelische Violinistin einen Brief vor ihrer Tür findet, der eine unerklärliche Gasrechnung enthält, beginnt eine Reise in die Vergangenheit. Die Gasrechnung, seit 1944 nicht beglichen, führt die junge Frau in die Geschichte ihrer Wohnung und ihrer eigenen Identität. Wie in einem Krimi geht sie der Frage nach, was damals passiert ist und verfolgt die Spuren bis in ihre Gegenwart.
Maya Arad Yasurs »Amsterdam«, das 2018 mit dem Stückemarktpreis des Berliner Theatertreffens ausgezeichnet wurde, fragt nach der Bedeutung der persönlichen und historischen Vergangenheit für die Gegenwart und zeigt auch die Grenzen der Toleranz im Heute auf.
KRITIKEN:
"Sarah Maria Grünig, Katja Sieder, Jannis Roth und Mehdi Salim (…) stellen sich komplett in den Dienst dieses Textes, werden ein vierstimmiges Eins (…). Sie treiben das in einem leicht-lockeren, doch immer auch angemessen bleibenden Ton voran, der es dem Publikum überlässt, das Existenzielle, das Dramatische, das Abgründige dahinter wahrzunehmen. Geyer und ihr Team haben für diesen herausfordernden Text eine passende Form und starke Bilder gefunden. Der Applaus ist lang, die Stimmung nachdenklich. Ein Theaterabend, der sich einprägt. "
Augsburger Allgemeine
"›Amsterdam‹ stellt Gewissheiten in Frage, irritiert mit Fragen, entlarvt Vorurteile und festgefügte Überzeugungen, fordert heraus, das eigene Koordinatensystem zu überprüfen. Der Abend trifft ins Herz einer Gegenwart, die sich immer stärker mit Antisemitismus, Rechtsradikalismus, Schlussstrichforderung und Neubewertungsdebatten konfrontiert sieht. Eine Inszenierung, der man sich stellen sollte, der man sich stellen muss."
Donaukurier
© Jan-Pieter Fuhr
© 2025 Simone Geyer